Der Epagneul Breton ist ein faszinierender Jagdhund der ursprünglich aus Frankreich kommt, doch auch in Spanien zur Jagd genutzt wird. Er ist für seine Energie und Intelligenz bekannt. Er gilt als der kleinste der französischen Vorstehhunde, besitzt aber das Herz eines Riesens. Der Epagneul Breton stammt aus der Bretagne, einer rauen Küstenregion im Nordwesten Frankreichs. Seine Vorfahren wurden bereits im Mittelalter für die Jagd auf Federwild eingesetzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Rasse durch die Einkreuzung englischer Setter verfeinert, was ihr die typische Eleganz und die hervorragende Nase verlieh. 1907 wurde in Frankreich der erste Rassestandard festgelegt.
Der Bretone ist ein harmonisch gebauter, robuster Hund, der "viel Substanz auf wenig Raum" bietet. Er ist mittelgroß, ca. 48–51 cm Rüden bzw. 47–50 cm Hündinnen. Das Fellt ist fein, dicht, glatt oder leicht gewellt, aber niemals lockig. Die Farbe ist Weiß und Orange, Weiß und Schwarz oder Weiß und Kastanienbraun. Oft mit Scheckung oder Schimmelung. Viele Bretonen werden mit einer natürlichen Stummelrute (Anurie) oder einer sehr kurzen Rute geboren. Das Fell ist pflegeleicht und muss nur gelegentlich gebürstet werden. Die Lebenserwartung wird mit 12-15 Jahren angegeben, nicht selten erreichen sie ein höheres Alter.
Der Epagneul Breton ist ein Hund voller Widersprüche – im besten Sinne. Passioniert bei der Arbeit: Im Feld ist er ein unermüdlicher, schneller und konzentrierter Jäger. Sanftmütig im Haus: Er gilt als sehr menschenbezogen, verschmust und sensibel. Er sucht die Nähe seiner Familie und ist gegenüber seinen Bezugspersonen meist sehr anhänglich. Er ist intelligent und lernt schnell, doch braucht er eine konsequente und liebevolle Erziehung. Er ist ein fröhlicher Begleiter, der sich meist gut mit Artgenossen versteht und auch ein toller Begleiter für Kindern sein.
Dieser Hund ist kein Couch-Potato. Wer sich einen Bretonen anschafft, sollte sich auf ein aktives Leben einstellen. Tägliche körperliche Bewegung ist Pflicht, noch wichtiger ist jedoch die geistige Arbeit wie z.B. Apportieren, Suchspiele, Mantrailing oder Agility. Fehlt die geistige Auslastung, aber dem Hund wurde ein hohes körperliches Energielevel anerzogen, kann er schnell überdrehen. Er benötigt ebenso regelmäßige Ruhephasen und eine nicht-Überreizung.
Bitte vergessen Sie nicht, dass die Rassebeschreibung keine Garantie für den Charakter o.ä. darstellt. Unsere Hunde kommen alle aus dem Tierschutz, haben eine mehr oder weniger schlechte Vorgeschichte und kennen viele Situationen nicht. Sie sind meist großartige Gefährten, benötigen aber anfangs Zeit und Geduld, um in ihrem neuen Leben anzukommen. Wir stehen Ihnen gerne zur Seite.