Übertragung: 

Dirofilariose oder auch Herzwurmerkrankung genannt wird durch Filarien ausgelöst. Filarien sind Fadenwürmer, die das Bindegewebe oder die Haut befallen. Einer dieser Fadenwürmer ist Dirofilaria immitis (der Herzwurm). Durch verschiedene Stechmückenarten, die in Süd- und Osteuropa vorkommen wird diese Herzwurmerkrankung übertragen.  Durch den Stich der Mücke gelangen Wurmlarven in den Körper des Hundes.

 

Symptome: 

Das häufigste Symptom ist ein chronischer Husten, der als leichter Husten anfängt und über Monate, evtl. sogar Jahre schlimmer wird. Leichte Atemnot oder Unwilligkeit größere Runden zu laufen kann ein Anzeichen dafür sein, welches gerade bei älteren Hunde oft auf das Alter geschoben wird. 

Die stärke der Symptome sind abhängig von der Wurmlast. 

Inkubationszeit:

Die Inkubationszeit kann von 4 Wochen bis zu 6 Monaten betragen. 

Was passiert im Körper des Hundes: 

 Die Larven wandern bis in die Lungenschlagader und die rechte Herzseite und wachsen zu Würmern heran. Sie können bis zu 30 cm lang werden. Die Würmer geben Larven in die Blutbahn ab, sogenannte Mikrofilarien. Aus diesen können sich weitere Würmer entwickeln.

Diagnose: 

Nur durch einen Antikörpertest im Rahmen des Mittelmeerchecks kann der Befall entdeckt werden. Wie bei allen anderen Krankheiten auch ist das frühzeitige Erkennen der Herzwurmerkrankung wichtig um schwere Verläufe zu verhindern. Frühzeitig erkannt und behandelt kann der Verlauf bei einem guten Immunsystem ohne Symptome bleiben. Bei einem schweren Befall kann es zu Herz-, Leber- und Nierenversagen oder Thrombosen führen. Bei einem starken Befall kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein. 

Therapie: 

Es gibt zwei unterschiedliche Arten der Behandlung. 

Die erste Methode ist die sogenannte "Slow kill-Methode. Beginnend mit einer vierwöchigen Antibiotikagabe, die dafür sorgt, dass keine weiteren Larven mehr produziert werden  und anschließend einmal monatlich Gabe von dem Arzneimittel Invermtectin, welches die Herzwürmer schwächt und schließlich absterben lässt. 

Die zweite Methode ist die "Fast kill-Methode": Hierbei wird das Arzneimittel Melarsomin gespritzt, das die Herzwürmer sofort abtötet. Diese Methode wirkt zwar sehr schnell, kann aber auch zum Herzstillstand führen. 

Wichtig: 

-  der Antikörpertest muss nach abgeschlossener Behandlung wiederholt werden                - Während der gesamten Behandlungszeit darf der Hund keine größeren Anstrengungen ausgesetzt werden

Prävention: 

Permethrinhaltige und flumethrinhaltige Spot ons und/oder Halsbänder können verwendet werden. Dies sollte aber vorher tierärztlich besprochen werden.